Fstab: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter [[Unix|unixartigen]] Betriebssystemen existiert eine Datei '''/etc/fstab''', die eine Liste aller zu [[Mounten|mountenden]] Dateisysteme enthält. Die verwendbaren Optionen unterscheiden sich oft je nach Plattform, [[Dateisystem]] und Alter des [[Betriebssystem]]s. Detailinformationen auf dem jeweiligen System erhält man durch Eingabe von
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Unter [[Unix|unixartigen]] Betriebssystemen existiert eine Datei '''/etc/fstab''', die eine Liste aller [[Mounten|einzuhängenden]] Laufwerke und Dateisysteme enthält. Die verwendbaren Optionen unterscheiden sich oft je nach Plattform, [[Dateisystem]] und Alter des [[Betriebssystem]]s.
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Beispiel einer ''fstab'' von einem Tuxbox System:
  
  man 5 fstab
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  # Device          Mountpoint  FStype  Options        Dump    Pass#
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/dev/ide/host0/bus0/target0/lun0/part1 swap swap noauto 0 0
  
Beispiel einer ''fstab'' von einem existierenden [[FreeBSD]]-System:
 
  
# Device          Mountpoint  FStype  Options        Dump    Pass#
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<br style="clear:right;" />
  /dev/ad4s2b       none        swap    sw              0       0
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<div style="padding:0.5em; margin-bottom:1em; border: 2px solid #a00;">[[Bild:Stop hand.png]]'''Hinweis:'''
  /dev/ad4s2a       /          ufs    rw              1      1
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''In den Tuxbox-[[Images]] wird diese Datei derzeit nur für das Einhängen von zusätzlichen Laufwerken wie Festplatte oder MMC's verwendet. fstab wird standardmäßig beim Bauen von [[Images]] bzw. [[YADD Mini-Howto|Yadd]]'s als leere Datei angelegt (siehe [[CVS]]) und ist nur mit Kommentaren versehen. In Bezug auf den inzwischen verbreiteten Einsatz von [[Hardware:dbox2:Erweiterungen:IDE-Interface|IDE-Interfaces]], mit denen auch mehr als eine Festplatte betrieben werden kann, wird fstab inzwischen genutzt. Einträge wie''
/dev/ad4s2d       /var        ufs    rw              2      2
+
  proc              /proc      proc    defaults       0 0
  /dev/ad4s2e       /usr        ufs    rw              2      2
+
  tmpfs            /tmp       tmpfs  defaults       0 0
  /dev/ad4s2f        /home      ufs    rw              2      2
+
  sysfs            /sys       sysfs  noauto          0 0
  /dev/ad6s1d        /pile      ufs    rw              2      2
+
  devpts            /dev/pts    devpts noauto          0 0
/dev/acd0          /cdrom      cd9660  ro,noauto      0      0
+
''werden systembedingt (unterschiedliche Beschreibbarkeit der Flashpartitionen) statisch schon beim Inititalisieren vorgenommen. Es wird auch in den Tuxbox-Images eine alternative fstab in /var/etc verwendet, sofern /etc/ nicht beschreibbar ist (siehe [[Neutrino:Service:IDE-MMC-HDD-Setup#fstab|IDE-Setup]])''</div>
/dev/da0s1a        /mnt        ufs    rw,async,noauto 0      0
+
   
  daywalker:/bigpile /bigpile    nfs    rw              0      0
 
  
Die verschiedenen Felder:
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Die Bedeutung der verschiedenen Felder:
  
 
* Device: Pfadname der Gerätedatei.
 
* Device: Pfadname der Gerätedatei.
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* [[Dateisystem|FStype]]: Typ des Dateisystems.
 
* [[Dateisystem|FStype]]: Typ des Dateisystems.
 
* Optionen: ''rw'' bezeichnet "lesen/schreiben", ''ro'' "nur-lesen", ''noauto'' kennzeichnet Dateisysteme, die nicht sofort gemountet werden sollen usw. Unter [[Linux]] verbreitet ist die Option ''defaults'', die den Optionen rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async entspricht.
 
* Optionen: ''rw'' bezeichnet "lesen/schreiben", ''ro'' "nur-lesen", ''noauto'' kennzeichnet Dateisysteme, die nicht sofort gemountet werden sollen usw. Unter [[Linux]] verbreitet ist die Option ''defaults'', die den Optionen rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async entspricht.
* Dump: Falls das [[Backup|Backup-Programm]] ''dump'' dieses Dateisystem sichern soll, steht hier ein Wert ungleich 0.
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* Dump: Falls das [[Backup|Backup-Programm]] ''dump'' dieses Dateisystem sichern soll, steht hier ein Wert ungleich 0. (für Tuxbox nicht vorgesehen)
 
* Pass (Durchgang Nr.): Das Wurzeldateisystem ("root") hat hier eine 1, im Regelfall alle sonstigen auf Festplatten befindlichen Dateisysteme eine 2, alles andere (Pseudodateisysteme, Netzdateisysteme, nicht automatisch gemountete Dateisysteme) eine 0.
 
* Pass (Durchgang Nr.): Das Wurzeldateisystem ("root") hat hier eine 1, im Regelfall alle sonstigen auf Festplatten befindlichen Dateisysteme eine 2, alles andere (Pseudodateisysteme, Netzdateisysteme, nicht automatisch gemountete Dateisysteme) eine 0.
  
Die Reihenfolge der Einträge (Zeilen) sowie die Anzahl der Leerzeichen in einer Zeile ist grundsätzlich ohne Belang. Einige Betriebssysteme nehmen automatische Einträge innerhalb der Datei vor und formatieren diese dabei neu. Das ist insbesondere bei den großen RPM-basierten [[Linux-Distribution]]en der Fall. Die Mechanismen, mit denen dabei festgestellt wird, ob es sich um einen automatischen Eintrag handelt (der wieder entfernt werden kann und muss) oder um einen manuellen, unterscheiden sich dabei frappierend. Insbesondere ist bei einigen Distributionen daher überhaupt davor zu warnen, manuelle Änderungen an der ''fstab''/''vfstab'' vorzunehmen.
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Die Reihenfolge der Zeilen sowie die Anzahl der Leerzeichen in einer Zeile ist grundsätzlich ohne Belang. Einige Betriebssysteme nehmen automatische Einträge innerhalb der Datei vor und formatieren diese dabei neu. Das ist insbesondere bei den großen RPM-basierten Linux-Distributionen der Fall. Die Mechanismen, mit denen dabei festgestellt wird, ob es sich um einen automatischen Eintrag handelt (der wieder entfernt werden kann und muss) oder um einen manuellen, unterscheiden sich dabei frappierend. Insbesondere ist bei einigen Distributionen daher überhaupt davor zu warnen, manuelle Änderungen an der ''fstab''/''vfstab'' vorzunehmen.
 
 
Der Verlust dieser Datei oder deren Beschädigung führt in den meisten Fällen zu einem nicht mehr [[Booten|bootbaren]] System. Das ist aber in der Regel durch eine [[Live-CD]] leicht zu beheben.
 
  
Der Name der Datei ist abhängig vom Betriebssystem, ''/etc/vfstab'' ist im [[Solaris (Betriebssystem)|Solaris]]/[[Berkeley Software Distribution|BSD]]-Umfeld gebräuchlich, unter [[AIX]] wird die Datei als ''/etc/filesystems'' bezeichnet.
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Sollten in dieser Datei Bootbereiche oder wichtige Filesyteme gemountet sein, kann der Verlust dieser Datei oder deren Beschädigung in den meisten Fällen zu einem nicht mehr [[Booten|bootbaren]] System führen. Dies ist aber, wie bereits erwähnt, bei Tuxbox-[[Images]] nicht zwingend der Fall.
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==

Aktuelle Version vom 18. April 2014, 21:07 Uhr

Unter unixartigen Betriebssystemen existiert eine Datei /etc/fstab, die eine Liste aller einzuhängenden Laufwerke und Dateisysteme enthält. Die verwendbaren Optionen unterscheiden sich oft je nach Plattform, Dateisystem und Alter des Betriebssystems.

Beispiel einer fstab von einem Tuxbox System:

# Device           Mountpoint  FStype  Options         Dump    Pass#
/dev/ide/host0/bus0/target0/lun0/part1 swap swap noauto 0 0



Stop hand.pngHinweis:

In den Tuxbox-Images wird diese Datei derzeit nur für das Einhängen von zusätzlichen Laufwerken wie Festplatte oder MMC's verwendet. fstab wird standardmäßig beim Bauen von Images bzw. Yadd's als leere Datei angelegt (siehe CVS) und ist nur mit Kommentaren versehen. In Bezug auf den inzwischen verbreiteten Einsatz von IDE-Interfaces, mit denen auch mehr als eine Festplatte betrieben werden kann, wird fstab inzwischen genutzt. Einträge wie

proc              /proc       proc    defaults        0 0
tmpfs             /tmp        tmpfs   defaults        0 0
sysfs             /sys        sysfs   noauto          0 0
devpts            /dev/pts    devpts  noauto          0 0
werden systembedingt (unterschiedliche Beschreibbarkeit der Flashpartitionen) statisch schon beim Inititalisieren vorgenommen. Es wird auch in den Tuxbox-Images eine alternative fstab in /var/etc verwendet, sofern /etc/ nicht beschreibbar ist (siehe IDE-Setup)


Die Bedeutung der verschiedenen Felder:

  • Device: Pfadname der Gerätedatei.
  • Mountpoint: Angabe, an welcher Stelle gemountet werden soll.
  • FStype: Typ des Dateisystems.
  • Optionen: rw bezeichnet "lesen/schreiben", ro "nur-lesen", noauto kennzeichnet Dateisysteme, die nicht sofort gemountet werden sollen usw. Unter Linux verbreitet ist die Option defaults, die den Optionen rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async entspricht.
  • Dump: Falls das Backup-Programm dump dieses Dateisystem sichern soll, steht hier ein Wert ungleich 0. (für Tuxbox nicht vorgesehen)
  • Pass (Durchgang Nr.): Das Wurzeldateisystem ("root") hat hier eine 1, im Regelfall alle sonstigen auf Festplatten befindlichen Dateisysteme eine 2, alles andere (Pseudodateisysteme, Netzdateisysteme, nicht automatisch gemountete Dateisysteme) eine 0.

Die Reihenfolge der Zeilen sowie die Anzahl der Leerzeichen in einer Zeile ist grundsätzlich ohne Belang. Einige Betriebssysteme nehmen automatische Einträge innerhalb der Datei vor und formatieren diese dabei neu. Das ist insbesondere bei den großen RPM-basierten Linux-Distributionen der Fall. Die Mechanismen, mit denen dabei festgestellt wird, ob es sich um einen automatischen Eintrag handelt (der wieder entfernt werden kann und muss) oder um einen manuellen, unterscheiden sich dabei frappierend. Insbesondere ist bei einigen Distributionen daher überhaupt davor zu warnen, manuelle Änderungen an der fstab/vfstab vorzunehmen.

Sollten in dieser Datei Bootbereiche oder wichtige Filesyteme gemountet sein, kann der Verlust dieser Datei oder deren Beschädigung in den meisten Fällen zu einem nicht mehr bootbaren System führen. Dies ist aber, wie bereits erwähnt, bei Tuxbox-Images nicht zwingend der Fall.

Weblinks